Über Whatsapp anmelden!

Liebe Patienten,

Damit wir unsere Notfallsprechstunde besser planen können, bitten wir Sie sich immer vorher anzumelden.

Um Ihnen die Anmeldung zu erleichtern, können Sie uns auch ganz einfach eine Whatsapp-Nachricht schicken. Die Telefonnummer dazu ist die 0551 62274.

Schreiben Sie einfach Ihren Namen, Ihr Geburtsdatum und den Grund Ihres Besuchs.

Termine!

Viele Patienten kommen ohne vorherige Anmeldung zu uns. Um Ihnen dadurch entstehende Wartezeiten zu verkürzen, möchten wir Sie bitten, sich vorab mit uns Verbindung zu setzen.

Da wir bis 11:30 Uhr vormittags und 17:30 nachmittags eine Terminsprechstunde durchführen, können wir bis zu diesem Zeitpunkt nur dringende Notfälle berücksichtigen. Danach steht Ihnen die Akutsprechstunde für dringliche Fälle zur Verfügung, die tagesgleich einer Behandlung bedürfen. Haben Sie Fragen zu bereits länger andauernden Beschwerden, vereinbaren Sie bitte unbedingt einen regulären Termin! Diesen erhalten sie meist innerhalb weniger Tage! In der Akutsprechstunde können wir uns auf Grund der Vielzahl der Patienten nur den akuten Beschwerden widmen.

Vielen Dank, Ihr Praxisteam.

Willkommen!

Unsere Praxis bietet Ihnen die komplette hausärztliche Versorgung vom Kleinkind bis zum alten Menschen.

Wir betreuen Sie auch zu Hause, im Heim und im Hospiz.

Ihr Praxisteam!

Langzeiteinnahme von Hydrochlorothiazid (HCT) erhöht dosisabhängig das Hautkrebsrisiko!

HCT ist ein in Deutschland häufig verwendetes Diuretikum zur Blutdrucksenkung. Eine aktuelle dänische Fallkontrollstudie zeigt ein 4fach erhöhtes Risiko für Plattenepithelkarzinome nach einer kumultativen Dosis von 50g (Perdersen et al. J Am Acad Dermatol 2018; 78:673-81). Dies entspricht bereits einer 5,5jährigen Einnahme der Standarddosis. Wir raten allen betroffenen Patienten zum Umsetzen auf das Diuretikum Chlortalidon, für das gute wissenschaftliche Daten vorliegen z.B. in der ALLHAT-Studie. Bitte sprechen Sie uns bei Ihrem nächsten Praxisbesuch darauf an. Leider gibt es für Chlortalidon keine Kombinationspräparate, so dass Sie ggf. leider mehr Tabletten einnehmen müssen. Weiterhin wird allen Betroffenen die regelmäßige Teilnahme am präventiven Hautkrebsscreening empfohlen.

Walnüsse verbessern die Stimmung bei jungen Männern!

Walnüsse enthalten viele potentiell neuroprotektive Substanzen wie Vitamin E, Folsäure, Melatonin, antioxidative Polyphenole sowie Omega-3-Fettäuren. In einer doppelblinden Plazebo-Ernährungsstudie konnten jetzt Wissenschaftler der Univertität New Mexico zeigen, dass Konsum vom 60g fein gemahlenen Walnüssen zu einer messbaren Stimmungsverbesserung führen. Der Effekt trat jedoch nur bei männlichen Probanden auf! Bei Frauen fand sich kein signifikanter Unterschied. Der Grund für diese Geschlechterdifferenz ist unklar. Besonders elegant ist das Versuchs-Setting: Die Nüsse waren in einem Kuchen eingebacken! Eine Hälfte der Teilnehmer erhielt Kuchen mit Nüssen, die andere einen in Geschmack und Aussehen identischen Kuchen ohne Nüsse. Es sei darauf verwiesen, dass die Teilnehmer nicht depressiv waren! Ob Nüsse als Antidepressivum taugen bleibt Spekulation. Schaden kann ein Versuch aber wohl nicht, bis auf die Kalorien!

http://www.mdpi.com/2072-6643/8/11/668

Online Termin-Vergabe deaktiviert

Nachdem die Online-Termin-Vergabe oft eher unzuverlässig funktionierte, haben wir uns entschlossen, diese zu deaktivieren. Wir arbeiten an neuen Ideen zur Terminvergabe und sind ihren Ideen hierzu gerne aufgeschlossen.

Heparin nach Knie-Arthroskopie und bei Unterschenkel-Gips offenbar ohne Schutzwirkung vor Thrombosen!

Bisher bekommen Patienten leitliniengerecht nach Knie-Arthroskopie und Unterschenkel-Gips Heparin subkutan injiziert, um Thrombosen zu verhindern. Offenbar ist dies jedoch nutzlos. In einer umfangreichen holländischen Studie zeigte sich jetzt weder nach Knie-Arthroskopie (0,7% Thrombosen vs. 0,3% ohne Heparin) noch bei Unterschenkel-Gips-Patienten (1,4% vs. 1,8%) ein signifikante Schutzwirkung! Wie sich dieses Ergebnis auf zukünftige Updates der Leitlinien auswirken, bleibt abzuwarten. Aber es ist ein schönes Beispiel dafür, dass nicht alles was man in der Medizin als unverrückbare Wahrheit annimmt der wissenschaftlichen Prüfung auch standhält. (Quelle N Engl J Med 2016 NEJMoa1613303)

 

Vitamin D-Hype greift um sich!

Es vergeht derzeit keine Praxiswoche, in der es nicht zu Diskussionen um die neue Modekrankheit „Vitamin-D-Mangel“ kommt. Dazu sei darauf verwiesen, dass die Sonnenstrahlung im Winter zumindest in Norddeutschland tatsächlich nicht ausreicht, um den Vitamin-D-Spiegel stabil zu halten, d.h. bei allen von uns sinkt im Winter der Spiegel, erreicht im Frühjahr sein Minimum, um dann wieder anzusteigen. Hierfür bedarf es keinerlei Messung! Das ist der normale Verlauf. Ein Screening ist völlig unnötig. Wer diesem Abfall entgegen wirken möchte, sollte sich ausreichend im Freien aufhalten und kann seine Ernährung um Vitamin D ergänzen. Dabei sollten hohen Dosen vermieden werden, die leider aktuell von vielen empfohlen werden. Eine gleichmäßige Gabe niedriger Dosen ist vorzuziehen. Studien zeigen, dass man damit das Sturzrisiko bei über 70jährigen Heimbewohnern reduzieren kann. Zudem sei der Hinweis erlaubt, dass Vitamin D nur wirken kann, wenn man dem Körper ausreichend Calcium mit der Nahrung zuführt! Im Internet finden sie zahlreiche „Kalziumrechner“ mit denen sie selber ermitteln können, ob sie genügend Calcium zu sich nehmen (z.B. https://www.rheumaliga.ch/calciumrechner) (Quelle: Der Allgemeinarzt, 1/17, E. Baum, 14-16)

Herztod-Risiko steigt nach Diäten mit Jojo-Effekt!

 

In einer US-amerikanischen Beobachtungsstudie zeigte sich ein erheblich erhöhtes Risiko für plötzlichen Herztod (3,5fach) aber auch für koronare Herzerkrankungen (1,66fach), wenn postmenopausale Frauen wiederholt starke Gewichtsschwankungen aufwiesen. Interessanterweise traf das nicht auf Frauen zu, die an Gewicht zunahmen, ohne es wieder zu verlieren und die Frauen, die nach Diät ihr niedriges Gewicht halten konnten. In der Studie wurden 158.000 Frauen für gut 11 Jahre beobachtet. (Quelle AHA Kongress, New Orleans, Nov. 2016)

Helfen Knorpelnährstoffe wie Chondroitin oder Glucosamin bei Kniearthrose?

Oft fragen Patienten, ob sie ihr Geld für Knorpelnährstoffe ausgeben sollen, um ihre Kniebeschwerden zu lindern. In der Zeitschrift für Allgemeinmedizin hat Anna Vögele vom EBM-Team nun die aktuelle Literatur gesichtet. In Frage kommen Präparate aus Chondroitin, aus Glucosamin und Kombinationen aus beidem. Für Chondroitin gibt es Studien zur Kniegelenksarthrose, aber auch zur Hüft- oder Handgelenksarthrose. Verglichen mit Plazebo kommt es zu einer leichten, aber immerhin signifikanten Linderung der Schmerzen bei einer Therapiedauer bis 6 Monaten. Für eine Dauer länger als 6 Monate lässt sich kein signifikanter Effekt mehr zeigen. Nebenwirkungen sind selten. Auch Kombinationspräparate zeigen einen leichten Effekt auf Schmerzen. Für Glucosamin sind die Daten uneinheitlicher. In den wissenschaftlich anspruchsvollen Studien zeigt sich eher kein Effekt auf Schmerzen verglichen mit Plazebo, wohl aber für Funktionseinschränkungen. Der Artikel kommt zu dem Schluss, dass Chondroitin allein oder in Kombination mit Glucosamin einen gewissen schmerzlindernden Effekt auf Gelenkschmerzen und Funktionseinschränkungen habe, zumindest bei einer Einnahmedauer bis 6 Monate. Und da die Nebenwirkungen gering sind, spricht also wenig gegen einen Therapieversuch. Die Autorin gibt zu bedenken, dass Glucosamin aus Muscheln und Krustentieren gewonnen wird. Daher sollten Menschen mit Allergien hierauf, auf diese Präparate verzichten. (Quelle ZFA 2016, 92: 487-9)

Rauchen ist gefährlich – auch wenn Sie nur wenig rauchen!

Eine US-Studie, in der 290.000 Teilnehmern zu ihren Rauchgewohnheiten befragt und 6 Jahre lang nachbeobachtet wurden, zeigt jetzt, dass auch das Rauchen von nur 1 Zigarette am Tag das Sterberisiko bereits am 64% verglichen mit Nichtrauchern erhöht. Bei 1-10 Zigaretten pro Tag war das Risiko um 87% höher. Es gibt demnach kein risikofreies Rauchen! (Quelle: Jama Intern Med doi: 10.1001/jamainternmed.2016.7511)