Online Terminbuchung möglich!

Unsere Praxis bietet Ihnen die Möglichkeit sich über das Internet einen Termin in unserer Praxis zu buchen. Über den Link Online-Termine gelangen Sie zu unserem Online-Terminkalender. Dort sehen Sie die freien Termine und können diese direkt reservieren. Hierzu benötigen Sie eine gültige Email-Adresse unter der wir Ihnen antworten können.

Neu: Jetzt auch für jeden Arzt getrennt buchbar!

Derzeit sind 10-minütige Termine möglich. Für ausführliche Behandlungen wenden Sie sich bitte wie üblich telefonisch an unser Team unter 62274.

Wenn gewünscht, können wir Ihnen in der Praxis auch die Funktionen „Online-Rezeptbestellung“ und „Online-Befunde“ freischalten. Hierzu ist aber eine Anmeldung notwendig, da dies nur über einen sicheren Zugang möglich ist.

Ein kurzes Informationsvideo zu den Online-Terminen finden Sie hier.

Neue Telefonanlage!

Wer heute in der Praxis angerufen hat,  hat es sicherlich schon bemerkt. Unsere Telefonanlage meldet sich jetzt mit einem modernen Anruf-System, d.h. durch Drücken der Taste 1 werden sie mit der Anmeldung verbunden, mit der Taste 2 erreichen sie unser Rezepttelefon und die Taste 3 ist ärztlichen Kollegen oder medizinischen Einrichtungen vorbehalten.

Wir hoffen, dass wir ihnen damit den Kontakt zu uns erleichtern! Falle es anfangs noch zu etwas Anlaufschwierigkeiten kommt, bitten wir um Nachsicht!

Ihr Praxisteam!

Willkommen!

Unsere Praxis bietet Ihnen die komplette hausärztliche Versorgung vom Kleinkind bis zum alten Menschen.

Wir betreuen Sie auch zu Hause, im Heim und im Hospiz.

Ihr Praxisteam!

Vitamin D-Hype greift um sich!

Es vergeht derzeit keine Praxiswoche, in der es nicht zu Diskussionen um die neue Modekrankheit „Vitamin-D-Mangel“ kommt. Dazu sei darauf verwiesen, dass die Sonnenstrahlung im Winter zumindest in Norddeutschland tatsächlich nicht ausreicht, um den Vitamin-D-Spiegel stabil zu halten, d.h. bei allen von uns sinkt im Winter der Spiegel, erreicht im Frühjahr sein Minimum, um dann wieder anzusteigen. Hierfür bedarf es keinerlei Messung! Das ist der normale Verlauf. Ein Screening ist völlig unnötig. Wer diesem Abfall entgegen wirken möchte, sollte sich ausreichend im Freien aufhalten und kann seine Ernährung um Vitamin D ergänzen. Dabei sollten hohen Dosen vermieden werden, die leider aktuell von vielen empfohlen werden. Eine gleichmäßige Gabe niedriger Dosen ist vorzuziehen. Studien zeigen, dass man damit das Sturzrisiko bei über 70jährigen Heimbewohnern reduzieren kann. Zudem sei der Hinweis erlaubt, dass Vitamin D nur wirken kann, wenn man dem Körper ausreichend Calcium mit der Nahrung zuführt! Im Internet finden sie zahlreiche „Kalziumrechner“ mit denen sie selber ermitteln können, ob sie genügend Calcium zu sich nehmen (z.B. https://www.rheumaliga.ch/calciumrechner) (Quelle: Der Allgemeinarzt, 1/17, E. Baum, 14-16)

Sonnencreme hilft nicht gegen Melanome!?

Der Einsatz von Sonnencreme wird zum Schutz vor Hautkrebs empfohlen. In einer prospektiven Studie wurden Eltern zur Sonnenexposition ihrer Kinder und der Anwendung von Sonnencreme befragt und dies im Alter von 15 Jahren mit der Anzahl an Muttermalen (Nävi) verglichen. Dabei konnte keine Schutzwirkung durch die Anwendung von Sonnencreme belegt werden (Quelle: https://www.apha.org/annualmeeting). Die Autoren empfehlen daher ergänzende Maßnahmen wie das Tragen von Hüten oder UV-Schutzkleidung. Kritisch möchte ich anmerken, dass es sich um Selbstauskünfte der Eltern handelt. Zudem wird Sonnencreme oft zu dünn aufgetragen! Der angegebene Lichtschutzfaktor (LSF) wird erst bei einer Menge von 2 mg/cm2 Hautoberfläche erreicht. Studien zeigen, dass diese Menge, etwa 3 Esslöffel voll für einen Erwachsenen, oft nicht angewendet wird! Tipp: Lieber eine Creme mit angemessenen LSF 2x korrekt auftragen, als eine teure mit höheren LSF nur einmal dünn!

Herztod-Risiko steigt nach Diäten mit Jojo-Effekt!

 

In einer US-amerikanischen Beobachtungsstudie zeigte sich ein erheblich erhöhtes Risiko für plötzlichen Herztod (3,5fach) aber auch für koronare Herzerkrankungen (1,66fach), wenn postmenopausale Frauen wiederholt starke Gewichtsschwankungen aufwiesen. Interessanterweise traf das nicht auf Frauen zu, die an Gewicht zunahmen, ohne es wieder zu verlieren und die Frauen, die nach Diät ihr niedriges Gewicht halten konnten. In der Studie wurden 158.000 Frauen für gut 11 Jahre beobachtet. (Quelle AHA Kongress, New Orleans, Nov. 2016)

Helfen Knorpelnährstoffe wie Chondroitin oder Glucosamin bei Kniearthrose?

Oft fragen Patienten, ob sie ihr Geld für Knorpelnährstoffe ausgeben sollen, um ihre Kniebeschwerden zu lindern. In der Zeitschrift für Allgemeinmedizin hat Anna Vögele vom EBM-Team nun die aktuelle Literatur gesichtet. In Frage kommen Präparate aus Chondroitin, aus Glucosamin und Kombinationen aus beidem. Für Chondroitin gibt es Studien zur Kniegelenksarthrose, aber auch zur Hüft- oder Handgelenksarthrose. Verglichen mit Plazebo kommt es zu einer leichten, aber immerhin signifikanten Linderung der Schmerzen bei einer Therapiedauer bis 6 Monaten. Für eine Dauer länger als 6 Monate lässt sich kein signifikanter Effekt mehr zeigen. Nebenwirkungen sind selten. Auch Kombinationspräparate zeigen einen leichten Effekt auf Schmerzen. Für Glucosamin sind die Daten uneinheitlicher. In den wissenschaftlich anspruchsvollen Studien zeigt sich eher kein Effekt auf Schmerzen verglichen mit Plazebo, wohl aber für Funktionseinschränkungen. Der Artikel kommt zu dem Schluss, dass Chondroitin allein oder in Kombination mit Glucosamin einen gewissen schmerzlindernden Effekt auf Gelenkschmerzen und Funktionseinschränkungen habe, zumindest bei einer Einnahmedauer bis 6 Monate. Und da die Nebenwirkungen gering sind, spricht also wenig gegen einen Therapieversuch. Die Autorin gibt zu bedenken, dass Glucosamin aus Muscheln und Krustentieren gewonnen wird. Daher sollten Menschen mit Allergien hierauf, auf diese Präparate verzichten. (Quelle ZFA 2016, 92: 487-9)

Rauchen ist gefährlich – auch wenn Sie nur wenig rauchen!

Eine US-Studie, in der 290.000 Teilnehmern zu ihren Rauchgewohnheiten befragt und 6 Jahre lang nachbeobachtet wurden, zeigt jetzt, dass auch das Rauchen von nur 1 Zigarette am Tag das Sterberisiko bereits am 64% verglichen mit Nichtrauchern erhöht. Bei 1-10 Zigaretten pro Tag war das Risiko um 87% höher. Es gibt demnach kein risikofreies Rauchen! (Quelle: Jama Intern Med doi: 10.1001/jamainternmed.2016.7511)

Kritische Medizin

In meinen Beiträgen auf dieser Seite und auf Twitter versuche ich, mein Augenmerk auf medizin-kritische Publikationen und Studien zu legen. Ich sehe es als Teil meiner Aufgabe als Hausarzt an, meine Patienten vor Über- und Fehlversorgung zu beschützen und orientiere mein Handeln stark an evidenz-basierter Medizin. Wer sich für Kritik an der Medizin interessiert, kann sich u.a. gut in den Jahrbüchern der kritischen Medizin informieren  (http://www.jkmg.de). Mein letzter eigener Beitrag in dieser Reihe befasste sich mit Disease Management Programmen, kurz DMP (PDF dazu).  In loser Folge werde ich hier über Missstände und kritische Neuigkeiten in der Medizin berichten, soweit es meine Zeit zulässt. Über Rückmeldung freue ich mich.

Choosing wisely!

Die US-amerikanische Initiative gegen Überversorgung kommt langsam auch in Deutschland an: Zu viele Röntgenbilder beim unkomplizierten Rückenschmerz, zu viele Herzkatheter mit Stentimplantationen, zu viele Steroide bei COPD, …, die Liste der Überversorgung ist lang. Oft entsteht dies aus Sorge von Ärzten, die Patienten nicht optimal zu versorgen, oft auch weil Patienten auf Maßnahmen bestehen. Die Dt. Gesellschaft für Innere Medizin hat kürzlich 10 wichtige Beispiele an Überversorgung zusammengestellt. Hier einige „Highlights“ auch für den hausärztlichen Bereich: „Keine Bildgebung in den ersten 6 Wochen bei akuten Kreuzschmerzen“, „keine Antibiotika bei akuter Bronchitis“, „Keine Protonenpumpeninhibitoren zum „Magenschutz“ bei Nicht-Risiko-Patienten“, „Keine Tests auf Borrelien oder Chlamydien bei Patienten mit unspezifischen Beschwerden“, „keine Antibiotika bei asymptomatischer Bakteriurie“, „keine Vorsorge-Koloskopie in kürzeren Intervallen als 10 Jahre bei Patienten ohne erhöhtes Risiko“. Wer sich hier einlesen möchte kann dies unter http://www.choosingwisely.org im Netz tun.

Nahrungsergänzungsmittel schützen nicht vor Demenz!

In einer randomisierten Kontroll-Studie über 5 Jahre haben Forscher untersucht, ob Nahrungsergänzungsmittel einen positiven Effekt auf die kognitiven Fähigkeiten älterer Menschen haben. In der AREDDS2 Studie erhielten 2991 ältere Menschen in der USA Nahrungsergänzungsmittel wie Omega-3-Fettsäuren, Vitaminkomplexe mit Vitamin C, E, Beta-Carotin sowie Zink. Keiner dieser Zusatzstoffe führte in Studie zu einer messbaren Verbesserung der Kognition. (Quelle http://jamanetwork.com/journals/jama/fullarticle/2429713).