Choosing wisely!

Die US-amerikanische Initiative gegen Überversorgung kommt langsam auch in Deutschland an: Zu viele Röntgenbilder beim unkomplizierten Rückenschmerz, zu viele Herzkatheter mit Stentimplantationen, zu viele Steroide bei COPD, …, die Liste der Überversorgung ist lang. Oft entsteht dies aus Sorge von Ärzten, die Patienten nicht optimal zu versorgen, oft auch weil Patienten auf Maßnahmen bestehen. Die Dt. Gesellschaft für Innere Medizin hat kürzlich 10 wichtige Beispiele an Überversorgung zusammengestellt. Hier einige „Highlights“ auch für den hausärztlichen Bereich: „Keine Bildgebung in den ersten 6 Wochen bei akuten Kreuzschmerzen“, „keine Antibiotika bei akuter Bronchitis“, „Keine Protonenpumpeninhibitoren zum „Magenschutz“ bei Nicht-Risiko-Patienten“, „Keine Tests auf Borrelien oder Chlamydien bei Patienten mit unspezifischen Beschwerden“, „keine Antibiotika bei asymptomatischer Bakteriurie“, „keine Vorsorge-Koloskopie in kürzeren Intervallen als 10 Jahre bei Patienten ohne erhöhtes Risiko“. Wer sich hier einlesen möchte kann dies unter http://www.choosingwisely.org im Netz tun.

Nahrungsergänzungsmittel schützen nicht vor Demenz!

In einer randomisierten Kontroll-Studie über 5 Jahre haben Forscher untersucht, ob Nahrungsergänzungsmittel einen positiven Effekt auf die kognitiven Fähigkeiten älterer Menschen haben. In der AREDDS2 Studie erhielten 2991 ältere Menschen in der USA Nahrungsergänzungsmittel wie Omega-3-Fettsäuren, Vitaminkomplexe mit Vitamin C, E, Beta-Carotin sowie Zink. Keiner dieser Zusatzstoffe führte in Studie zu einer messbaren Verbesserung der Kognition. (Quelle http://jamanetwork.com/journals/jama/fullarticle/2429713).

Säureblocker begünstigen möglicherweise die Demenz!

Forscher vom Deutschen Zentrum für degenerative Erkrankungen in Bonn haben in einer Kohortenstudie einen Zusammenhang zwischen der Einnahme von sog. Protonenpumpeninhibitoren (PPI) wie Omeprazol, Pantozol etc. und der Entwicklung einer Demenz gefunden. So stieg das Risiko um 44% verglichen mit Patienten ohne diese Medikamente. Der genaue Mechanismus ist bislang unklar und prospektive Studien müssen jetzt diese Beobachtung erst erhärten. Die selbe Forschergruppe hatte schon 2015 gezeigt, dass Schlafmittel vom Valium-Typ auch vermehrt zu Demenz führen. Bevor Sie jetzt diese Medikamente aus Sorge vor Nebenwirkungen einfach absetzen, nehmen Sie bitte erst Rücksprache mit ihrem Hausarzt! (Quelle http://jamanetwork.com/journals/jamaneurology/article-abstract/2487379)

Neue Telefonanlage!

Wer heute in der Praxis angerufen hat,  hat es sicherlich schon bemerkt. Unsere Telefonanlage meldet sich jetzt mit einem modernen Anruf-System, d.h. durch Drücken der Taste 1 werden sie mit der Anmeldung verbunden, mit der Taste 2 erreichen sie unser Rezepttelefon und die Taste 3 ist ärztlichen Kollegen oder medizinischen Einrichtungen vorbehalten.

Wir hoffen, dass wir ihnen damit den Kontakt zu uns erleichtern! Falle es anfangs noch zu etwas Anlaufschwierigkeiten kommt, bitten wir um Nachsicht!

Ihr Praxisteam!

Krebszahlen steigen deutlich!

Verglichen mit 2005 haben sich die Zahlen der Krebsneuerkrankungen im Jahr 2015 um 33% erhöht. Gründe hierfür seien laut der Global Burden of Disease Cancer Collaboration vor allem das steigende durchschnittliche Lebensalter und die dadurch bedingte Zunahme altersbedingter Tumorarten. Die Lebenszeit-Krebswahrscheinlichkeit für Männer beträgt demnach 1:3, die von Frauen 1:4. Bevor sie jetzt in Panik verfallen: Viele Krebs-Diagnosen werden durch Vorsorge-Programm wie dem Mammographie-Screening bereits im Frühstadium gestellt und können oft geheilt werden. Und es werden viele Tumore in sehr frühen Stadien entdeckt, die zeitlebens nie ein Problem bereitet hätten (Jama Oncology 2016 und RKI-Krebsbericht).

Säureblocker erhöhen dosisabhängig das Schlagfanfallrisiko!

Viele Patienten nehmen sog. Protonenpumpeninhibitoren (PPI) wie Omeprazol oder Pantoprazol. Dänische Forscher haben jetzt in einer Beobachtungsstudie Hinweise gefunden, dass die Einnahme diese Medikamente das Schlaganfallrisiko um ca. 20% erhöhen kann (OR 1,19, 95% KI 1,14-1,21). Für die älteren H2-Säureblocker (z.B. Ranitidin) fand sich dieser Zusammenhang nicht. Bevor Sie diese Medikamente unreflektiert einfach absetzen: Ein relativ erhöhtes Risiko von 20% bedeutet in diesem Fall konkret, dass von 10.000 Personen mit PPI 89 einen Schlaganfall bekommen verglichen mit 56 ohne diese Medikation. Absolut gesehen bleibt das Risiko also gering. Trotzdem ist die regelmäßige Überprüfung empfehlenswert, ob Patienten diese Medikation überhaupt dauerhaft brauchen! Besprechen Sie dies einfach beim nächsten Medikamenten-Check mit Ihrem Hausarzt! (Quelle: http://circ.ahajournals.org/content/134/Suppl_1/A18462)

Willkommen!

Unsere Praxis bietet Ihnen die komplette hausärztliche Versorgung vom Kleinkind bis zum alten Menschen.

Wir betreuen Sie auch zu Hause, im Heim und im Hospiz.

Ihr Praxisteam!

Unsere neue Homepage!

Nach vielen Jahren mit unserer „alten“ Seite haben wir uns schweren Herzens entschieden, von unserer mit iWeb auf einem Mac erstellten Seite auf WordPress umzustellen. Wir hoffen, dass Ihnen unsere neue Homepage gefällt. Anregungen sind willkommen!